Große Herbstpläne

Es lässt sich anhand des Wetters der vergangenen Tage nicht mehr leugnen: Der Herbst ist da. Die Tage werden kürzer und nach Feierabend ruft die gemütliche Couch lauter als zuvor. Für Bauingenieure heißt die Zeit jedoch vor allem eins, nämlich Stress. Schließlich gilt es noch, alle Projekte schnell fertigzustellen, bevor einem der Winter einen Strich durch die Rechnung macht. Wenn die Tage kürzer werden, ist es aber auch Zeit, Pläne für die kommende Saison zu machen, alte Schubladen zu öffnen und sich Ziele für die Zukunft zu setzen. Das hat sich anscheinend auch das Stadtplanungsamt Leipzig gedacht, denn vor kurzem ist sein „Strategieplan erweiterte Innenstadt“ erschienen. Darin geht es um die Erschließung und Nutzung von mehr als 5000 Quadratmetern Brachfläche im Innenstadtring. Angetrieben werden die Projekte vom starken Zuzug und dem damit steigenden Wohnungsbedarf in Leipzig. Innenstadtlagen sind begehrter denn je.

Achten Sie also bei Ihrem nächsten Herbstspaziergang durch Leipzig auf folgende Plätze. Hier wird sich in Zukunft viel tun:

  1. Für den Wilhelm-Leuschner-Platz soll der endgültige Bebauungsplan bis 2017 stehen. Vorgesehen ist unter anderem der Bau einer Markthalle; an der Südspitze kann schon eher das Leibniz-Institut für Länderkunde einziehen.
  2. Das Areal westlich des Hauptbahnhofs entlang der Gleise gehört seit 2015 einem privaten Investor, der hier Wohn-, Büro- & Dienstleistungsflächen entstehen lassen will. Die Stadtverwaltung möchte außerdem eine Oberschule und möglicherweise eine Kita bauen.
  3. Auf dem ehemaligen Krystallpalastgelände an der Bahnhofs-Ostseite soll neben Fremdenverkehrsinfrastruktur wie einem Fernbusterminal, einem Parkhaus und Hotelkomplex auch Wohnraum erschlossen werden.
  4. Der Matthäikirchhof westlich der Hainspitze bietet die letzte große Reservefläche innerhalb des Innenstadtrings. Hier sollen neben Wohnungen auch eine Art Park sowie ein Gedenk- und Erinnerungsort zur Geschichte des Staatssicherheitsdienstes der DDR neben der geschichtsträchtigen sogenannten „Runden Ecke“ entstehen.
  5. Am Goerdlerring wird vielleicht die spektakulärste Neuerung entstehen. Die Stadt plant schon lange den Bau eines bis zu hundert Meter hohen Wohnhochhauses, sucht aber noch einen passenden Investor für das Projekt.

Auch Bundesligist RB-Leipzig möchte nach dem erfolgreichen Saisonstart hoch hinaus und plant daher schon den Neubau eines größeren Stadiums mit mehr Kapazitäten. Kostenpunkt rund 300 Millionen Euro. Die Pacht für das Zentralstadion läuft 2020 aus. Passender als Vorstandsvorsitzender Oliver Mintzlaff kann man die Motivation dahinter nicht ausdrücken: „Grundsätzlich investiert man ja ungern in fremdes Eigentum.“

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